«Besonders schön ist es für mich, wenn unsere Klienten zufrieden und mit einem Lächeln nach Hause gehen.»

Susette Steinegger, Floristin, hörend – seit 15 Jahren in der Stiftung Schloss Turbenthal

Seit 15 Jahren arbeitet Susette in unserer Stiftung. Ihre Blumenkreationen sind immer wieder ein kleines Wunder und jeder Besuch im Dorfladen ist eine Entdeckungsreise. Susette gibt ihr Know-how auch an unsere Klientel weiter, sodass auch ihre Werke in unserem Laden bewundert werden können.
Liebe Susette, der Spruch; «wo Blumen blühen, lächelt die Welt», passt wunderbar. Wir danken dir für dein Engagement und dein kreatives Wirken in unserer Stiftung.

 

«Ich bin gelernte Floristin und meinem Beruf stets treu geblieben. Durch eine Kollegin, die damals in der Stiftung Schloss Turbenthal gearbeitet hat, bin ich zu dieser Tätigkeit gekommen. Zu Beginn hatte ich weder Kenntnisse in der Gebärdensprache noch Erfahrung in der sozialen Arbeit. Auch hatte ich anfänglich Berührungsängste wegen der Gebärdensprache. Diese haben sich jedoch rasch gelegt. Bei der damaligen Gebärdensprachlehrerin Ingrid Scheiber sammelte ich erste Erfahrungen, später besuchte ich zusätzlich einen externen Kurs. Am meisten lerne ich jedoch bis heute im Alltag von unserer Klientel, selbst nach 15 Jahren kommen immer wieder neue Gebärden hinzu.

In den Jahren seit meinem Arbeitsbeginn in der Stiftung habe ich viele Veränderungen erlebt, doch meine Leidenschaft für Blumen ist geblieben. Ich war sowohl im Dorfladen als auch in der Gärtnerei tätig. In der Floristik habe ich nun meinen festen Platz gefunden. Gerade in Zeiten des Wandels ist es wichtig, offen für Neues zu bleiben.

Die Arbeit in unserem Dorfladen ist sehr vielseitig. Von der Begleitung und Betreuung unserer Klientinnen und Klienten, der Floristik und dem Verkauf bis hin zur Bedienung der Kaffee-Ecke gilt es alles unter einen Hut zu bringen.

Die Zusammenarbeit mit der Klientel ist manchmal herausfordernd und erfordert, je nach Situation, viel Fingerspitzengefühl. Neben meiner langjährigen Erfahrung als Floristin habe ich mir daher auch agogisches Wissen angeeignet. Die Klientinnen und Klienten liegen mir sehr am Herzen. Besonders schön ist es für mich, wenn sie zufrieden und mit einem Lächeln nach Hause gehen oder wenn ich sie in ihrer Entwicklung unterstützen und ihnen etwas mit auf den Weg geben kann.

Manchmal ist es nicht einfach, passende Ideen oder Aufgaben für unsere Klientel zu finden. Besonders die Weihnachtsfloristik stellt eine Herausforderung dar, da die Produkte in unserem Laden individuell und ansprechend sein sollen. Eine sorgfältige Vorbereitung und klare Anleitungen sind daher wichtig.

Meine Arbeit ist abwechslungsreich und verlangt oft auch viel Geduld. Umso schöner ist es, den Stolz in den Augen der Klientinnen und Klienten zu sehen, wenn ihre gefertigten Produkte im Laden präsentiert und verkauft werden. Das Herzstück meiner Arbeit sind und bleiben die Menschen, unsere langjährige Kundschaft und meine Leidenschaft für Blumen.»

Turbenthal, März 2026