«Ich mache gerne Spass.»
Kbreab Frezhi, AGS, hörend – seit 15 Jahren in der Stiftung Schloss Turbenthal
Seit 15 Jahren arbeitet Kebi, so nennen wir ihn, bei uns in der Stiftung. Während dieser Zeit hat er unsere Bewohnenden, die im Alltag auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind, mit viel Geduld, Engagement und Humor begleitet. Seine gutmütigen Spässe zaubern nicht nur den Bewohnenden ein Lächeln ins Gesicht, sondern heitern auch den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden auf.
Lieber Kebi, wir danken dir herzlich für deine wertvolle Arbeit und deinen Humor, der unseren Alltag immer wieder etwas bunter macht. Für die Zukunft wünschen wir dir weiterhin viel Freude und Erfüllung in deinem Beruf.
«Zu Beginn erhielt ich in der Stiftung Schloss Turbenthal einen Praktikumsplatz. Anschliessend absolvierte ich die Ausbildung zum Assistenten Gesundheit und Soziales (ASG). Während dieser Zeit arbeitete ich in verschiedenen Abteilungen, was mir einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Bereiche ermöglichte. Die Pflege sagte mir am meisten zu, und ich freute mich, dass ich nach dem Praktikum eine Festanstellung erhielt. Meine Arbeit gefällt mir bis heute sehr, und es bereitet mir nach wie vor Freude, in der Stiftung zu arbeiten. Auch erfahre ich viel Wertschätzung. So überbrachten mir beispielsweise Angehörige an Weihnachten Geschenke und bedankten sich persönlich für meine Arbeit.
Da ich in Eritrea sowohl meine Grosseltern als auch meine Eltern pflegte, war für mich eine Ausbildung im Pflegebereich naheliegend. Büroarbeiten sagen mir weniger zu, ich bin eher der Macher und packe gerne mit an. Auch deshalb entspricht mir dieser Beruf sehr. Bei Ingrid und Andreas habe ich Gebärdenkurse besucht, sodass ich auch mit gehörlosen Menschen kommunizieren kann. Das Lormen (Kommunikationsmethode für taubblinde Menschen) habe ich mir selbst beigebracht.
Ich mache gerne Spass, mit den Bewohnenden und den Mitarbeitenden. Es macht mir Freude meine Aufgaben mit Humor anzugehen. So vergehen die Tage oft wie im Flug, und ich schaue selten auf die Uhr. Das zeigt, wie zufrieden ich mit meiner Arbeit bin. Zudem schätze ich es, dass in unserer Stiftung sowohl junge wie auch ältere Menschen vertreten sind, diese Durchmischung finde ich sehr bereichernd.
Anlässlich meines 15-jährigen Dienstjubiläums habe ich drei Wochen Ferien geschenkt bekommen. Nach 20 Jahren reise ich nun zum ersten Mal wieder in mein Heimatland Eritrea und besuche meine Verwandten.“
Turbenthal, Februar 2026